Das bewegte Leben mit 50+

Lifestyle, Liebe und Lektüre für Frauen mit Herz & Verstand

Ofensoulfood: Dorade & Knolle

  • 2 küchenfertige Doraden
  • 1 Zitrone
  • 6-8 Kartoffeln
  • Rosmarin
  • Meersalz
  • Olivenöl

Kaum schlendern wir beim Fischhändler unseres Vertrauens vorbei, überlegen wir uns, welches Gericht wir schon immer mal ausprobieren wollten. Geschwind merken wir, dass wir für Experimente mehr Vorbereitung und das Studium mindestens eines Kochbuches brauchen – also kaufen wir zwei Doraden. Die gibt es eigentlich immer frisch, genau so wie sich der Rest der oben genannten Zutatenliste eigentlich immer im Vorrat befindet. Dieses Rezept ist keine große Sache – aber jedes Mal absolut lecker:

Zunächst bürsten wir die Kartoffeln und kochen sie mit Schale ca 15 Minuten in Salzwasser. In der Zwischenzeit waschen wir die Fische, salzen sie kräftig mit Meersalz und etwas Pfeffer und füllen sie mit einigen Zitronenscheiben, gerne auch mit frischen Kräutern, falls vorhanden (Petersilie & Koriander sind immer fein). Nun platzieren wir die Fische auf ein geöltes Backblech, arrangieren daneben die Kartoffeln, die wir nun mit einem Stampfer grob zerquetschen. Etwas Olivenöl, Meersalz und Rosmarin draufgeben und das Blech für 20-25 Minuten in den auf 180 Grad Thermogrill vorgeheizten Ofen schieben. Das Angrillen sorgt für leichten Crunch auf den Kartoffeln, genial!

Easy, oder? Dazu passt prima ein grüner Salat, Babyspinat oder Feld- oder Gurkensalat.

Artichauts et scampi frits

Wider den Corona-Blues … wir verreisen kurz am Esstisch nach Frankreich

Artischockenpfanne mit Scampis
immer etwas Besonderes : junge frische Artischocken
  • vier junge Artischocken
  • 16 Scampis
  • frische Petersilie – oder aus der TK-Packung
  • eine Knoblauchzehe
  • Zitronensaft
  • ein Schuß Pernod

Vor einigen Gemüsesorten hat man Respekt, dabei ist auch eine Premiere heute kein Hexenwerk mehr – Tutorials sei Dank! Habe ich Artischocken bislang dann und wann gekocht und mit einer lauwarmen Vinaigrette mit gehackten, harten Eiern serviert (délicieuse), konnte ich heute nicht widerstehen und habe auf dem Markt einige junge Exemplare der distelartigen Schönheit für eine Vorspeise zu einem Dinner erstanden.

Und weil das Experiment geglückt ist (es gibt Zeugen..), hier nun das Rezept zum Ausprobieren: Die Artischocken großzügig putzen, das heißt, den Stiel bis auf einen halben Zentimeter abschneiden, schälen und die äußeren harten Blätter abzupfen. Alles allzu Harte muss weg, dann schneidet man die Spitzen der verbliebenen Blätter ab. Das geht am besten … eigentlich ausschließlich.. mit einer Schere. Nun die Artischocken vierteln oder achteln, je nach Größe. die bereits geputzten Scampis kann man in Öl und Gewürzen marinieren, im heutigen Fall habe ich sie pur verarbeitet.

In einer großen Pfanne Olivenöl erhitzen, Knoblauchscheiben hinzufügen, die Artischocken anbraten, nach ca. 8 Minuten die Scampis hinzugeben, salzen und pfeffern. Gerne mit einem Schuß Pernod ablöschen, das sorgt geschmacklich für das „je ne sais quoi“, und einige Spritzer Zitronensaft dazugeben. Mit Zitronenzesten und frischer Petersilie anrichten. Dazu passt natürlich hervorragend ein petite Baguette und gekühltes Glas Sancerre.

Und schon geht´s gedanklich in die Provence – bon voyage!

Das ZDF wird ihn lieben

Mit ihrem aktuellen Roman „Über Menschen“ knüpft Juli Zeh an den Erfolg von „Unterleuten“ an und erfindet ein neues Genre

Buchcover Über Menschen Juli Zeh
„Über Menschen“ von Juli Zeh, Luchterhand

In ihrem neuen Roman „Über Menschen“ lässt Juli Zeh ihre Protagonistin Dora samt ihrer Mischlingshündin Jochen (hoppla, schon stolpert sich´s humorig über die Genderthematik) überstürzt in ihre letztlich aus einem romantischem Kurzschluss erworbene Immobilie übersiedeln. So wiederholt sie ihr Erfolgsrezept des Vorgängers „Unterleuten“ aus dem Jahr 2016, denn wieder begleiten wir eine Berliner Großstadtpflanze bei ihrer Umtopfung in ein Dorf in der brandenburgische Provinzsteppe.

Und schon ist man mitten im Pandemiealltag des Sommers 2020. Dora, die erfolgreiche Werbetexterin mit ach-so-typisch wokem Lifestyle und Hipster-Lebensgefährten, sieht ihr Leben plötzlich unter dem Corona-Brennglas dahinschwinden. Der Liebste mutiert vom Öko-Aktivisten zum Lockdown-Hardliner, das Home Office wird zum Großstadtkäfig – und Dora wählt die Flucht ins brandenburgische Bracken, um sich im wahrsten Sinne des Wortes zu erden. Während sie sich ans Roden ihres sanierungsbedürftigem Haus und Hof macht, erscheint nach und nach weiteres Romanpersonal auf der Bildfläche: Der einschlägig vorbestrafte Dorfnazi, das vernachlässigte Kind, der regredierte Nachbar, die schwulen Aussteiger mit halblegalem Blumenhandel, die überforderte alleinerziehende Schichtarbeiterin und ein paar andere Randfiguren mehr. Übersichtlicher als in „Unterleuten“, ausschließlich aus der Perspektive Doras, beschreibt Juli Zeh diese Menschen nahbarer, liebevoller, und trotzdem fehlt ihrer Erzählung jegliche Poesie.

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Gurkensalat mit asiatischer Note

Gurkensalat mit Apfel und Koriander
  • 1 Salatgurke
  • 1/2 Apfel
  • 4 El Joghurt
  • 2 El Olivenöl
  • 1 Tl Reisessig oder Aceto Bianco
  • 2 El Wasabipaste
  • etwas Zitronensaft
  • frischer Koriander

Superschnell gemacht, lecker und mit dem gewissen Etwas: Gurke schälen, halbieren, mit einem kleinen Löffel entkernen und in dünne Scheibchen schneiden. Den geschälten Apfel in entsprechende Scheibchen schneiden. Salzen. Die restlichen Zutaten ( ohne den Koriander) verrühren und untermengen. Den Koriander dazugeben, evtl. Pfeffern. Passt hervorragend zu gegrilltem Fisch, ach, eigentlich zu allem!

Pasta BolOHNEse

Vegane Bolognese
Vegane Bolognese
  • 1 Packung veganes Hack (ca 350 g)
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 2 Karotten
  • 1/2 Zucchini
  • 1/2 Aubergine
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Glas Rotwein
  • Short Pasta (zum Beispiel Penne oder Rigatoni, ca 300 g)

Seit circa 15 Jahren habe ich keine Pasta Bolognese mehr gegessen, was aus mehreren Gründen ziemlich schade ist. Es gibt kaum ein allgemeingültigeres Soulfood, und der Duft einer Bolognese, die auf dem Herd blubbert, ist unübertrefflich köstlich. Und nun ist es Winter, überall preisen die Läden vegane Produkte unter dem Trend „Veganuary“ – außerdem steht da noch eine angebrochene Flasche guten Rotweins – übrig geblieben von einem Gast. Und da wir gerade Alkohol vermeiden, muss ein probates Mittel zur Resteverwertung her…

Am Kühlregal stehe ich vor der Entscheidung für eine fleischfreie Hack-Alternative. Eine nette neben mir stehende Lady rät mir ungefragt zu „Rügenwalder Hack vegan“, das sieht tatsächlich ganz appetitlich aus. Eigentlich sträube ich mich vor Produkten, die die fleischverarbeitende Industrie als tierleidfreie Alternative auf den Markt bringt, macht man doch hier den Bock zum Gärtner (im wahrsten Sinne des Wortes). Aber das mir eigentlich sympathischere Produkt des Mitbewerbers sieht grauslich gräulich aus und wird von der Nachbarslady auch gleich als merkwürdig schmeckend bewertet. Ok, geben wir den Rügenwaldern eine Chance.

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Karotten-Kokos-Suppe





Lieblingsgeschmack in Lieblingsfarbe
  • Karotten und anderes Wurzelgemüse
  • Kokosmilch
  • Gemüsebrühe
  • 1 Zwiebel
  • 1 Orange

Draußen ist es verschneit und richtig kalt, ein warmes Abendessen muss her. Ein angebrochenes Terapak Kokosmilch und ein Blick in meinen Gemüsevorrat inspirieren mich zu dieser schnellen Suppe: gewürfelte Zwiebel in Kokosöl andünsten, geschälte und in Scheiben geschnittene Karotten dazugeben, kurz anrösten. Ich fand noch eine Pastinake, die durfte auch mit in den Topf, eigentlich passt jedes Wurzelgemüse, sollte noch eine übrige Kartoffel im Kühlschrank ihr Dasein fristen, willkommen im Club! Mit Gemüsebrühe auffüllen ( bei mir waren es ca 800 g Karotten und 600 ml Brühe) und ca 10 Minuten köcheln lassen. Die Orange filetieren und dazugeben, eventuell salzen und mit einem Mini-Schuß Sojasoße würzen. Mit dem Pürierstab eine sämige Suppe rühren und die Kokosmilch dazugeben (in meiner Mischung waren es ca 150 ml). In einer Bowl anrichten, mit etwas Chili-Meersalz, Kokosraspel und Pinienkernen garnieren und genießen.

Warme Flocken mit Birne, Zimt & Pinienkernen

Warmes Winterfrühstück mit Zimt

Fit in den Wintermorgen in 8 Minuten … dieses warme Frühstück gibt richtig viel Energie. Einfach eine Birne in kleine Würfel schneiden und eine Handvoll Pinienkerne mit einem winzigen Klecks Kokosfett in der Pfanne rösten. Nebenbei eine halbe Tasse Hafermilch erhitzen und eine Handvoll Haferflocken oder Porridgemischung ( Frühstücksbrei von dm ist auch fein) damit aufquellen. Mit Zimt würzen, ein paar Tropfen Zitrone dazu… alles in einer Bowl anrichten, fertig!

Der Juli hatte schöne SEITEN

Keine Kulturveranstaltungen? Ich habe doch meinen Lesesessel!

Mehr Zeit zu Hause. Mehr Zeit im Lesesessel. Im besten Fall auch auf der Sonnenliege. Da kamen im Juli einige Stunden zusammen. Und daher auch Material für ein paar Book Reviews – kurz und knapp. Mehr so als Einkaufszettel….

  • Miracle Creek – von Angie Kim, Roman erschienen bei Hanserblau . Mehr als ein Gerichtsthriller: Den laufenden Prozess um einen explodierten Sauerstofftank, der als Kammer für eine medizinische Therapie mit einer Gruppe Patienten besetzt war, beleuchtet die Autorin aus der Sicht unterschiedlicher Protagonisten. Die Beweise gegen Elizabeth, die Mutter des autistischen Henry, eines der im Feuer umgekommenen Opfer, sind erdrückend. Aber auch weitere Bürger von Miracle Creek geraten in Verdacht, denn sie haben einiges zu verbergen … Super spannend, packend geschrieben mit einigen überraschenden Richtungswechseln – und oft schnürt es einem die Kehle zu, besonders wenn die Mütter in der Story ihre innersten Nöte offenbaren.
  • Je tiefer das Wasser – von Katya Apekina, Roman erschienen bei Suhrkamp . Dramatisch, literarisch, soghaft. Als die beiden jugendlichen Schwestern Edie und Mae zu ihrem berühmten Vater nach New York geschickt werden, da ihre Mutter nach einem Suizidversuch in die Psychiatrie eingeliefert wurde, reagieren sie unterschiedlich auf die veränderte Lebenssituation. Die jüngere Schwester buhlt um die Aufmerksamkeit des Schriftstellers, der in ihr ihre Mutter, seine einstige Muse, wiederzukennen glaubt. Die Ältere verweigert sich der familiären Wiedervereinigung und flüchtet. Aus verschiedene Erzählperspektiven, feinen Andeutungen und verstörenden Momentaufnahmen entspinnt die Autorin meisterhaft ein toxisches Beziehungsgeflecht. Ein beeindruckender Debütroman, ich bin schon sehr gespannt auf das nächste Werk der amerikanischen Autorin.
  • Alt sind nur die Anderen – von Lily Brett. Essays erschienen bei Suhrkamp. Das ist vielleicht die Kehrseite, wenn man langjähriger Fan von Lily Brett und ihrem lakonischen Humor ist.. als Kenner ihrer Romane verspüre ich bei der Lektüre ihrer gesammelten Kolumnen tatsächlich einen gewissen Ennui – ihr Lamento erscheint mir doch in der zudem recht nachlässig editierten Sammlung zu holzschnittartig . Leider nicht sehr inspirierend… Wer Lily Brett kennt, kann dieses Büchlein getrost ignorieren, wer sie nicht kennt, sollte unbedingt „So viel Männer“, „Zu sehen“ oder „Einfach so“ lesen.
  • Zwei und zwei – von Tessa Hadley, Roman erschienen bei Kampa. Auf Anhieb schon einmal eine der am schönsten gestalteten Neuerscheinungen. Neugierig geworden durch die durchweg positiven Rezensionen, freue ich mich über einen Beziehungsroman, der die sich verändernde Freundschaft zweier älterer Paare nach dem Tod des einen Mannes beschreibt. Spannendes Setting. Zumal die Paare sich seit ihren weitaus wilderen Studienzeiten kennen, sich in der bürgerlichen Mitte der britischen Gesellschaft bequem eingelebt hatten und nun infrage stellen, inwieweit ein radikaler Richtungswechsel möglich ist. Für alle drei Verbliebenen setzt sich ein Reigen fort, der vor vielen Jahren begann und nun die Beziehung zueinander neu aufstellt. Obwohl die Handlung sich durchaus für eine dramatische Verfilmung eignet, empfand ich einen leider lauwarmen Lesegenuss. Vielleicht werfe ich einmal einen zweiten Blick darauf…
  • City of Girls – von Elizabeth Gilbert, Roman erschienen bei Fischer. Es freut mich ungemein, dass dieses Buch mit einer beachtlich guten Rezension von Ursula März in der ZEIT geadelt wurde. Ich mag Elizabeth Gilbert wirklich sehr und bedauere fast, dass sie ihren schriftstellerischen Ruhm der allzu seichten Verfilmung von EAT PRAY LOVE verdankt. Mit City of Girls hat sie aufs Neue erwiesen, dass sie ein gnadenlos gutes Gespür für sensationelle feministische Figuren hat, deren Leben sie geistreich in Szene setzt. In diesem 500-Seiten-Schmöker begegnen wir der 19-jährigen Vivian, die in den 1040er-Jahren als verwöhnte Provinzgöre zu ihrer Tante nach New York geschickt wird. Diese führt dort ein Revuetheater und wir begleiten Vivians atemberaubende Reise durch wilde, erotische , glitzernd-glamouröse Jahrzehnte und ihre Entwicklung zu einer bemerkenswerten Frau. Das seltene Gefühl , die letzten Seiten eines Buches besonders langsam zu lesen, um das Ende hinauszuzögern… hier hatte ich es seit langem wieder einmal!
  • Deutsches Haus – von Annette Hess, Roman erschienen bei Ullstein. Die sehr konservative, leicht altmodische Melodie dieses Romans ist zunächst für mich gewöhnungsbedürftig. Doch schnell formen sich Sprache, Erzählung, Figuren zu einer beispielhaften Darstellung deutscher Nachkriegsgeschichte. Ein ganzes Volk, sich sehnend nach Frieden und Wohlstand, duckt sich vor der Aufarbeitung seiner Geschichte in der Frage nach Schuld und Mitschuld. Ja, es gibt sie, die Gnade der späten Geburt. Richtig schwere Kost, die aber in sehr zugänglicherForm serviert wird. Durch die persönliche Geschichte Evas, einer jungen Übersetzerin. Sie wird gebeten, einem Prozess beizuwohnen, in dem die Schuld vermeintlich braver Deutscher an in Konzentrationslagern begangenen Gräueltaten verhandelt wird. Ihr familiäres Umfeld lässt nichts unversucht, um sie von ihrem Engagement in dieser Sache abzuhalten. Bald ahnt sie, dass hinter der Spießerfassade mehr steckt als das stumpfe Verdrängen der bitteren Vergangenheit. Vielleicht gerade deshalb sollte dieses Buch Pflichtlektüre, nicht nur in jeder Oberstufe, sein!

Stolpern und GEDENKEN

Stolperstein Ilse Silbermann

Seit knapp 20 Jahren schon gibt es auf Hamburgs Gehwegen kleine glänzende Gedenksteine, die an das Leben meist jüdischer NS-Mordopfer vor deren früheren Wohnorten erinnern

Meine Mutter ist Jahrgang 1926. Sie lebte in Hanover-Isernhagen in einer gutbürgerlichen protestantischen Familie, als das NS-Regime begann. Nach Kriegsende, mit 19 Jahren, holte sie ihre gestohlene Jugend nach. Die Ausbildung zur Grundschullehrerin, die sie noch während des Krieges begonnen hatte, musste sie abbrechen. Sie war jedoch eine selbstbewusste, unabhängige junge Frau, im Standesamt tätig, und heiratete mit 26 Jahren ihre Jugendliebe Werner. Inzwischen lebt sie als Witwe in ihrem hübschen Apartment einer Senioren-Wohnanlage und blickt auf ein erfülltes Leben zurück: Wohlstand, Eigenheim, zwei gesunde Kinder. Urlaube, Reisen, ein großer Freundes- und Bekanntenkreis. Immer hat sie uns vor den Schrecken eines Krieges gewarnt. Von der schlechten Zeit erzählt. Den Luftschutzkellern. Auch von den Schicksalen aus dem Bekanntenkreis. Und ganz, ganz weit weg… gab es einen Apotheker, ein Jude, der sich das Leben nahm. Warum? Er durfte ja nicht mehr arbeiten. Und ihm drohte, abgeholt zu werden. Abgeholt? Ja, ins Lager, Genaues wusste man nicht, nein, durfte man nicht wissen.

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Was HÄNDE geben

Ein ganzheitliches Körpertreatment verspricht die Aktivierung der Selbstheilungskräfte durch Berührung – funktioniert´s?

Therapieraum Konstanze Braun

Besonders in den Zeiten des Lockdowns spüren wir die Kostbarkeit von Berührungen. Wenn diese nur im Privaten möglich sind, erhöht sich das Stresslevel für viele Alleinlebende. Doch schon bevor dieses Ergebnis einer Studie nun bekannt gegeben wurde, hatte ich einen Termin für eine vegetodynamische Behandlung im Blankeneser Studio von Konstanze Braun vereinbart.

VegetoDynamik – was ist das überhaupt?

Einige Wochen vorher waren uns die sympathische Mittvierzigerin und ich zufällig wieder begegnet, kennen gelernt hatten wir uns in München. Dass wir nun beide im Hamburger Westen leben, stellen wir erfreut fest und erzählen uns von unseren beruflichen Veränderungen. Als mir Konstanze von ihrer Ausbildung zur Vegetodynamikerin erzählt, muss sie mir erst einmal die Methode, von der ich noch nie etwas gehört habe, verdeutlichen. Die Gründerin Margot Esser-Greineder hatte jahrelang in der Pharma-Industrie gearbeitet, bis sich sich auf die Suche nach einer ganzheitlichen Körperbehandlung begab. Mit der VegetoDynamik entwickelte sie schließlich eine Methode, die durch Berührung und unter Zuhilfenahme von Heilpflanzenprodukten Lebensenergie im Köper ins Fließen bringt. Blockaden können sich lösen, Kopf und Herz und Körper finden zu einer neuen Einheit zusammen, der Mensch soll in dieser Behandlung seinen eigenen Rhythmus und sein gesundes Potenzial wiederfinden. Aha, ich denke sofort an Shiatsu, Osteopathie oder Reiki? Aber nein, hier kommen noch andere Kräfte ins Rollen, verspricht mir Konstanze….

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