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Kategorie: Hamburg Umzu

Besuch beim ZAUBERDRACHEN

Restaurantbon "Der erdbeerfressende Drache"
Restaurantbon „Der erdbeerfressende Drache“

Als mir eine Bekannte vor einem halben Jahr begeistert von dem Restaurant „Der erdbeerfressende Drache“ in Ottensen erzählt, setze ich es augenblicklich auf meine wishlist. Dass asiatisch angehauchte Fusion-Küche im Programm steht, ist schon mal prima. Ausschlaggebend für meine Neugier ist jedoch die mutige Namensgebung, ich bin gleich on fire und will einen Tisch reservieren – Fehlanzeige. Das Restaurant arbeitet ausschließlich nach dem „Walk in“- Prinzip. Daher fällt es für einen Gruppenbesuch schon mal aus, das ist mir dann doch zu unsicher. (Nachtrag: Inzwischen ist es in Ausnahmefällen möglich, eine Gruppenreservierung zu tätigen!) Aber ich erfahre bei der Recherche, dass der Betreiber des Drachen der Spitzenkoch Thorsten Gillert ist, den ich seit einem Besuch seines grandiosen „artisan“ auf der Schanze in bester Erinnerung habe. Das ist allerdings mindestens 15 Jahre her und ich freue mich nun noch einmal extra, sein neues „Drachen-Konzept“ kennen zu lernen.

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NOSTALGIE auf dem Alsterkanal

Kanuspitze und Ausschnitt Alsterkanal

Nachdem es inzwischen ein Leichtes ist, Hamburg per Mietrad, E-Roller, sogar in einer Seifenkiste zu entdecken, wird es mir zeitweise zu voll auf Hamburgs Straßen. Für eine echt entschleunigte Entdeckungstour empfehle ich daher eine Kanutour auf den innerstädtischen Alsterkanälen. Wir haben unser in die Jahre gekommenes, geliebtes Familienkanu „Oma Lehmann“ im Bootshaus Silwar liegend, dem ältesten, im Eppendorfer Haynspark gelegenen Hamburger Kanuverleih. Das familiengeführte Haus bietet eine große Auswahl unterschiedlicher Ruderboote, Kanus, Kajaks und Tretboote an, mit denen sich die kleinen, stillen Kanäle bestens erkunden lassen. Mein Tipp für eine gemütliche 2-Stunden-Tour: Wir paddeln rechts die alte Alster entlang, passieren das Winterhuder Fährhaus und biegen links ab in den Leinpfadkanal. Über den Rondeelteich gelangt man in den seerosen-geschmückten Rondeelteichkanal mit seinen wunderschönen Villengrundstücken und herrlichen Gärten. Bestens geeignet für kleine Picknickpausen und Lesestündchen in idyllischer Atmosphäre… Der Rondeelteichkanal mündet in die Außenalster, hier können wir eine sportlichere Runde drehen und einen Blick auf die City erhaschen, bevor wir unter der Krugkoppelbrücke hindurch linkerhand entlang des Leinpfades zurück zum Boothaus gleiten.

SUPERBUDE – echt jetzt?

Zimmer im Hotel Superbude

Ein Hotel in der eigenen Stadt auszuprobieren ist eigentlich immer eine gute Idee, um auch am Heimatort neue Wege zu gehen. Quasi mit eingebautem Perspektivwechsel… die Superbude im Schanzenviertel gibt sich lässig, jung, ist als Boutique-Ho(s)tel in mehreren Preiskategorien buchbar und macht einfach Spaß als Basis für einen Kurzurlaub auf dem Kiez! Witzige Designdetails, die ich als Inspiration mit nach Hause nehme (Ankerhaken als Handtuchhalter, klasse Idee fürs Gästebad!), wirklich angenehme Menschen an Rezeption und Bartresen, gutes Raumklima und Akustik – und das mittenmang im Ausgeh-Epizentrum. Einziges Manko ist der Teppichboden, uääh, das wünsche ich mir in keinem Hotel der Welt. Also.. Flipflops einpacken nicht vergessen!

La fête de la vie auf dem KIEZ

Speisekarte Bistro Carmagnole

Ich schwör´s Euch, wäre dieses Restaurant in New York, hätte das Balthazar schlechte Karten! Denn auch im Bistro Carmagnole in der Schanze findet man französischen Brasserie-Chic, gute Weine und lässig-charmante Gastgeber, aber hier gibt es eben noch echte kulinarische Highlights. Austern, Artischocken, Bavette und Loup de Mer – die Klassiker der französischen Küche kommen frisch interpretiert und fein angerichtet auf den Tisch, und der „Fancy Faktor“, der vielerorten so hoch geschraubt wird, dass er zur Albernheit verkommt, ist hier perfekt dosiert. Tatar von eingelegten Waldpilzen mit konfiertem Eigelb und Pilzcreme beispielsweise klingt ambitioniert, wird toll angerichtet serviert und entpuppt sich als wunderbar erdig-vollmundiges Geschmackserlebnis. Auch von Desserts, die wie Showeinlagen klingen – „Bier und Popcorn“ – halte ich normalerweise Abstand. Im Bistro Carmagnole lasse ich mich drauf ein und staune über die geniale Komposition von Eiscreme mit karamellisiertem Popcorn, einer Espuma aus belgischem Dunkelbier und der herben Süße eines Heidelbeerkompotts. Chapeau, mes amis et à la prochaine!

URLAUB & the city

Pommes mit Mayo in der Strandperle mit Blick auf die Elbe

Ohne viel Worte: Bei gutem Wetter einen Snack in der Strandperle am Övelgönner Strandweg zu genießen und dabei die Füße in den Sand zu stecken, ist einfach nur großartig. War vor 30 Jahren schon klasse, hat inzwischen manchmal einen Hauch von Sylt, ist aber immer noch einer meiner All-time-favorits an der Elbe. (Der leichte Schnöselgeschmack lässt sich einfach mit einem ehrlichen Astra runterspülen..)

POKE-Power

Montagslunch! Gerade am Wochenanfang brauchen wir manchmal einen Extra-Energieschub. Die Ahi Tuna Bowl aus der UF Poké Bar an der Großen Elbstraße ist mit knapp 12 € nicht gerade ein Schnäppchen, aber jeden Cent wert. Thunfisch aus nachhaltigem Fang auf warmem Quinoa mit marinierten Chili-Cashewkernen, Gurken, Kimchi, Edamame und rosa Ingwer sind eine ordentlich Proteinportion. Macht bis zum Abend satt und bringt mit knackiger Schärfe den Stoffwechsel auf Trab!