Schirme am schwarzen Strand von Lipari
Lipari

Die aeolischen Inseln, auch liparische Inseln genannt, liegen im Mittelmeer nördlich von Sizilien. Wir hatten im Mai 2018 wegen einer verhinderten Reise Flüge nach Sizilien „übrig“ und beschlossen daher relativ spontan, zu einem kleinen Inselhopping aufzubrechen. Lipari, Volcano und Panarea stehen auf unserer Reiseroute, die im Fährhafen von Palermo startet: Schon während der Überfahrt breitet sich in mir ein Gefühl der Schwerelosigkeit aus, diese Mischung aus Entspanntheit und Abenteuerlust, die dir zeigt, dass du genau jetzt den genau richtigen Moment erlebst. Inmitten von italienischen Familien, es sind tatsächlich keine weiteren ausländischen Touristen an Bord, fahren wir vorbei an unbewohnten Inseln, und landen nach zwei Mini-Stopps auf Lipari. Wir beziehen unser sehr schönes Hotel „La Sette Sorelle“ in Filicudi, einem kleinen Dorf, dass fast ausschliesslich aus einer hübsch gepflasterten Promenade, einer weißgetünchten Kirche, einigen Restaurants und ein paar weiteren Gassen zu bestehen scheint.

Um sich zu motorisieren, braucht es auf den liparischen Inseln kein Auto, ein Roller genügt und macht natürlich irre Spaß! Auf hübsch begrünten Serpentinen cruisen wir über die Insel und haben den lustigsten Nachmittag am Punta dell Asino. Wir wundern uns, dass uns hier am völlig leren Strand zwei Liegen zugewiesen werden, alles andere sei „reservato“. Eine Stunde später klärt sich das Rätsel auf: Mehrere italienische Großfamilien entern auf Schlauchbooten den Strand und verwandeln das stille Fleckchen in ein buntes lärmendes Chaos, wir fühlen uns wie in einer Filmkulisse und kommen aus dem Stauen nicht mehr heraus – ma certo, so sieht das echte sizilianische Dolce far niente aus!